Herzlich Willkommen!

Hey! Hier findet ihr alle wichtigen Informationen und Neuigkeiten zum Jugendforum Falkensee. Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, scheut nicht den Kontakt per E-Mail info@jugendforum-fks.de oder in den sozialen Netzwerken.

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 12. Mai 2023:

Wir rufen die JuFolympischen Spiele aus!

„Wii zocken, Tischtennis, Kicker, Jenga: In welchem Spiel bist du am besten? Zeig es uns und komme zu den JuFolympics - gemeinsam spielen wir verschiedene Spiele und treten gegeneinander an. Zwischendurch gibt es kostenlose Pizza, Kuchen und Limo. Zu gewinnen gibt es eine limitierte Auflage einer JBL-Bluetooth-Box!“ Mit diesem Text wendet sich das Jugendforum in diesen Tagen an die Jugendlichen der Gartenstadt.

Wir laden anlĂ€sslich unserer ersten Jugendkonferenz im Falkenseer JubilĂ€umsjahr am Samstag, den 13. Mai ab 15:00 Uhr ins Haus am Anger ein. Sind die Jugendkonferenzen im September und Dezember durch die Nominierung des Jugendbeirats und spĂ€ter durch die Wahl des Jugendkomitees geprĂ€gt, so möchten die engagierten Jugendlichen den Schwerpunkt in den FrĂŒhlingsmonaten an einer anderen Stelle setzen: Bei bestem Wetter stehen Spiel und Spaß im Vordergrund.

„Erstmals rufen wir die JuFolympics aus! Quasi unsere hauseigenen olympischen Spiele“, erlĂ€utert Tim die Namengebung. Auf dem GelĂ€nde des Hauses am Anger werden verschiedene Mini-Spiele aus der digitalen und analogen Welt aufgebaut. Spiele, die einem vor zehn Jahren noch den Kindergeburtstag versĂŒĂŸt haben und sportliche AktivitĂ€ten, die einen richtig ins Schwitzen bringen können. Langweilig wird es an diesem vielfĂ€ltig gestalteten Nachmittag jedenfalls nicht werden.

Die Tradition, dass die Jugendkonferenz kostenlose Pizza und Limo zu bieten hat, wird auch bei den JuFolympics fortgesetzt. Doch eine weitere Besonderheit haben sich die Jugendlichen noch zusĂ€tzlich ausgedacht: „Bei den vielen Mini-Spielen kann man fĂŒr die erbrachten Leistungen Punkte sammeln. Wer am Ende des Tages die meisten Punkte hat, gewinnt eine limitierte Auflage einer JBL-Bluetooth-Box“, berichtet Johanna.

Am Rande der Jugendkonferenz werden die Jugendlichen außerdem die Möglichkeit haben, auf Flipcharts ihre WĂŒnsche an dendie neuen BĂŒrgermeisterin zu formulieren. Die WĂŒnsche werden dann nach der Wahl an den*die Gewinner*in ĂŒbergeben.

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 11. Mai 2023:

Jugendforum veranstaltet Podiumsdiskussion zur BĂŒrgermeisterwahl 2023

Seit 2017 fĂŒhrt das Jugendforum Falkensee zu jeder Wahl eine Podiumsdiskussion mit den Kandidierenden aus dem Wahlgebiet durch. Damit möchte das Jugendforum den SchĂŒler*innen der Gartenstadt die Möglichkeit geben, sich vor der Wahl ĂŒber die Inhalte der Kandierenden zu informieren und ihnen die Fragen zu stellen, die ihnen als junge Menschen unter den NĂ€geln brennen.

„Und auch vor der diesjĂ€hrigen BĂŒrgermeisterwahl werden wir natĂŒrlich wieder eine solche Podiumsdiskussion exklusiv fĂŒr junge Menschen veranstalten“, versichert Charlotte. Diese wird genau einen Monat vor der Wahl, am 11. Mai, in der Falkenseer Stadthalle stattfinden. Starten wird die Fragerunde um 10:00 Uhr morgens – innerhalb von zwei Stunden können die Jugendlichen dann die Kandidierenden um das BĂŒrgermeisteramt im Rahmen einer interaktiven Veranstaltung nĂ€her kennenlernen.

Mit dabei sein werden Julia Concu (B‘90/GrĂŒne), Rainer Ganser (Freie WĂ€hler/Die Linke), Lars Krause (Die PARTEI/PDS), Cornelia Nietsch-Hach (SPD), Jan Pollmann (CDU), Heiko Richter (parteilos) sowie Heike Stumpenhusen (dieBasis). Sie freuen sich allesamt bereits darauf, sich den Fragen der SchĂŒler*innen zu stellen.

Das Jugendforum hat, wie in den vergangenen Jahren auch, alle weiterfĂŒhrenden Schulen dazu eingeladen, mit ihren Klassen und Kursen an der Podiumsdiskussion teilzunehmen. Erste Anmeldungen gibt es bereits. „Jugendliche haben viele Ideen und BedĂŒrfnisse fĂŒr ihre Heimatstadt. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass viele junge Menschen unzufrieden mit den Angeboten in der Stadt sind, sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Anliegen den Kandidierenden direkt mitzuteilen. Wir hoffen daher, dass die Schulen möglichst zahlreich unserer Einladung folgen“, bekrĂ€ftigt Theodor das Ziel der Veranstaltung und ruft gleichzeitig zu weiteren Anmeldungen auf. „Auch Einzelanmeldungen von SchĂŒler*innen sind natĂŒrlich möglich“, ergĂ€nzt er.

Anmeldungen, Fragen oder Anmerkungen können per Mail an info@jugendforum-fks.de gestellt werden. Das Jugendforum freut sich ĂŒber viele junge GĂ€ste.

Eine Personengruppe gedenkt der BĂŒcherverbrennung 1933 vor dem Rathaus Falkensee

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 10. Mai 2023:

Am vergangenen Mittwoch, den 10. Mai erinnerten wir gemeinsam mit dem BĂŒndnis gegen Rechts und der Partnerschaft fĂŒr Demokratie Falkensee auf dem Rathausvorplatz der BĂŒcherverbrennung vor 90 Jahren. Zusammen mit dem Projekt re<<member brachten wir Flatterband an, dass auf die hier geschehenen Verbrechen hinweisen soll. Damit beteiligten wir uns an der brandenburgweiten Aktion "Tat-Orte markieren - Menschen (ge)denken".

Am 10. Mai 1933 verbrannte die Deutsche Studentenschaft zusammen mit verschiedenen Organen der NSDAP BĂŒcher von mehr als 100 Autor*innen, die von den Nazis als "undeutsche Literatur" angesehen wurden, da sie nicht der nationalsozialistischen Ideologie entsprachen. Neben der großen Verbrennung auf dem Opernplatz in Berlin fanden viele weitere Aktionen ĂŒberall in Deutschland statt, so auch in Falkensee vor dem Rathaus.

Durch die BĂŒcherverbrennung gerieten viele Autor*innen und deren Werke in Vergessenheit. Einige Autor*innen, wie Carl von Ossietzky oder Alma Maria König wurden außerdem in den folgenden Jahren deportiert und von den Nazis ermordet. Gleichzeitig wurde durch die Verbrennung die Gewalt und der Hass der kommenden Jahre legitimiert.

Unser Ziel ist es nun, dass auch in Falkensee der BĂŒcherverbrennung gedacht wird und durch ein Denkmal oder Informationsangebot erinnert wird.

Die BĂŒcherverbrennung

Als das Regime befahl, BĂŒcher mit schĂ€dlichem Wissen

Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben

Ochsen gezwungen wurden, Karren mit BĂŒchern

Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte

Ein verjagter Dichter, einer der besten, die Liste der

Verbrannten studierend, entsetzt, daß seine

BĂŒcher vergessen waren. Er eilte zum Schreibtisch

ZornbeflĂŒgelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber.

Verbrennt mich! schrieb er mit fliegender Feder, verbrennt mich!

Tut mir das nicht an! Laßt mich nicht ĂŒbrig! Habe ich nicht

Immer die Wahrheit berichtet in meinen BĂŒchern? Und jetzt

Werd ich von euch wie ein LĂŒgner behandelt! Ich befehle euch, Verbrennt mich!

Erich KĂ€stner (1898-1956)

Mehrere Menschen verschiedenen Alters radeln auf FahrrĂ€dern durch eine Straße

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 6. Mai 2023:

KIDICAL MASS Falkensee – STRASSEN FÜR ALLE

Unter dem Motto „Straßen fĂŒr Alle“ setzt sich die Kidical Mass Falkensee fĂŒr eine kinderfreundliche Verkehrspolitik ein. Weil Radfahren Spaß macht und sich auch Kinder und Jugendliche selbststĂ€ndig und sicher in Falkensee bewegen können sollen. Findet ihr auch? Dann unterstĂŒtzt uns die Dinge ins Rollen zu bringen – in Richtung einer kinderfreundlichen Stadt und damit auch zu mehr FreirĂ€umen und LebensqualitĂ€t in Falkensee.

Was ist die Kidical Mass Falkensee?

Wir erobern uns die Straßen und fahren eine lockere Runde mit dem Fahrrad durch Falkensee – mit und als Kinder und Jugendliche jeden Alters. Das Tempo und die Strecke sind bereits fĂŒr die Kleinsten geeignet. Eltern und Großeltern dĂŒrfen und sollen mitgebracht werden.

Die Tour ist als Demonstration bei der Polizei angemeldet. Diese sichert die Wege und begleitet die Veranstaltung.

Warum?

Weil Radfahren Spaß macht und sich auch Kinder und Jugendliche selbststĂ€ndig und sicher in Falkensee bewegen können sollen. Wir wollen zeigen, dass es viele Familien und Kinder gibt, die sich mehr FreirĂ€ume und vor allem sichere Fahrradwege wĂŒnschen. Wir finden, dass Kinder ein Recht auf Platz zum Spielen und gute Luft zum Atmen haben. Und wir finden: MobilitĂ€t ist ein Menschenrecht, auch fĂŒr Kinder und Jugendliche

Wann und Wo?

Der vierte Termin in Falkensee steht!
07. Mai 2023
Treffpunkt: vor der Alten Stadthalle
Uhrzeit: 10 Uhr (Demostart gegen 10:30 Uhr)
Fest am Haus am Anger: im Anschluss an die Demo mit Eis, Popcorn, Klebe-Tattoos, Tischkicker, Popcorn, Eis, Gefahrenstellenkarte und weiteren Aktionen.

Weitere Infos unter 4. Kidical Mass Falkensee.

Eine Postkarte mit dem Motiv vom Falkenhagener Anger wird in die Kamera gehalten

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 1. April 2023:

Vor 100 Jahren schlossen sich die beiden benachbarten Dörfer Falkenhagen und Seegefeld zur Gemeinde „Falkensee“ zusammen. Welche erstaunliche Entwicklung den beiden Orten in den nachfolgenden Jahren bevorstand, vermochte damals noch niemand zu erahnen.

AnlÀsslich des 100jÀhrigen StadtjubilÀums möchte sich auch das Jugendforum an den vielfÀltigen Aktionen in der Stadt beteiligen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, eine kleine Serie mit Falkensee-Motiven zu entwickeln und auf Klappkarten zu drucken.

Weitere Infos findet ihr hier: jugendforum-fks.de/100-jahre-falkensee

© Jugendforum Falkensee/Charlotte Lang

Veröffentlicht am 12. MÀrz 2023:

FĂŒr mehr Sichtbarkeit von Flinta*s in der Veranstaltungsbranche

Wer sich die Lineups fĂŒr die großen Festivals anschaut, wird feststellen, dass dort vor allem mĂ€nnliche Personen wie Apache 207, Alligatoah oder die Toten Hosen auf den BĂŒhnen stehen. Flinta KĂŒnstlerinnen sind auf Festivals immer noch unterreprĂ€sentiert. Und nicht nur auf der BĂŒhne, sondern auch hinter ihr sind Menschen, die nicht dem cis-mĂ€nnlichen Geschlecht angehören, eher selten anzutreffen. Das Jugendforum möchte dem anlĂ€sslich der Brandenburgischen Frauenwoche etwas entgegensetzen.

Am 25. MĂ€rz wird im Haus am Anger ein Tontechnik-Workshop mit anschließendem Konzert stattfinden. Der Workshop beginnt um 17 Uhr und wird von einer Flinta* Person (Frauen, Lesben, intergeschlechtlich, Nicht-BinĂ€r, Transgender, Agender) geleitet. „Wir wollen eine Art Safe Space schaffen, indem eine Flinta Person die Technik erklĂ€rt. Bei vielen cis-mĂ€nnlichen Personen habe ich immer den Eindruck gehabt, sie wĂŒrden sich keine Zeit fĂŒr meine Fragen nehmen. Das wollen wir Ă€ndern“, sagt Fine. Zu Beginn wird in einem Grundlagenvortag die einzelnen Komponenten einer Soundanlage erklĂ€rt. Danach gibt es genug Zeit eine Anlage selbst aufzubauen. „Uns ist es wichtig, dass kein Vorwissen vorausgesetzt wird. Wir möchten damit vor allem einen ersten Einblick in die Tontechnik bieten mit der Hoffnung, mehr Personen dafĂŒr begeistern zu können“, meint Annika. Der Workshop dauert insgesamt 90 Minuten und ist fĂŒr alle Geschlechter offen.

Danach geht es dann ab 19 Uhr weiter mit einem Konzert. Eingeladen wurde dafĂŒr discount, eine KĂŒnstlerin aus Berlin. Zu der elektronischen Musik mit Rap Gesang wird dann ordentlich gefeiert. Dazu ergĂ€nzt Mathilde: „Auch hier war uns wichtig vor allem Flinta KĂŒnstlerinnen an diesem Abend eine BĂŒhne zu geben.“ Dazu gibt es noch einige Snacks und leckere GetrĂ€nke.

Auch wenn es ĂŒberwiegend um Flinta* Personen geht sind alle Menschen unabhĂ€ngig von ihrem Geschlecht willkommen, sofern sie sich nicht sexistisch oder anders diskriminierend gegenĂŒber den anderen anwesenden Personen verhalten.

Aktive des Jugendforums anlÀsslich des Internationalen Tages gegen Rassismus bei einer Demonstration vor dem Bahnhof Dallgow-Döberitz

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer

Veröffentlicht am 14. Februar 2023:

Haltung zeigen gegen den Antisemiten Friedemann Mack

Am Samstag, den 18. Februar, wird in der Stadthalle der vom Verfassungsschutz Baden-WĂŒrttemberg beobachtete Friedemann Mack auftreten. Dies geschieht auf Einladung von Heike Stumpenhusen, der Kandidatin der Partei „die (angebliche) Basis“ bei der BĂŒrger*innenmeister*innenwahl im Juni.

Friedemann Mack gilt als einer der prominenten Verbreiter der QAnon-Bewegung in Deutschland. Er vertreibt so zum Beispiel Merchandise-Artikel in seinem Webshop und greift ihre wirren ErzĂ€hlungen immer wieder in seinem Telegram-Channel mit mehr als 125.000 Mitgliedern auf. Der Verfassungsschutz sieht bei QAnon „AnknĂŒpfungspunkte fĂŒr rechtsextremistische Ideologeme“ sowie „in die Theorie verwobene Elemente eines vermeintlichen Blutkultes in Verbindung mit einem weltumspannenden Geheimbund, dessen Darstellung jegliche antisemitische Klischees bedient“. Diese antisemitischen VerschwörungserzĂ€hlungen greift Mack immer wieder auf und verbreitet diese. Das „Internationale Auschwitz Komitee“ kritisiert die Stadt Falkensee deshalb völlig zurecht und fordert sie auf, aus Respekt vor den Opfern und Überlebenden des Holocausts, die Veranstaltung in stĂ€dtischen RĂ€umlichkeiten zu unterbinden.

Bereits seit mehreren Jahren ist Falkensee immer wieder Schauplatz von demokratiefeindlicher, rechtsextremistischer, antisemitischer und verschwörungsfanatischer Hetze. Seit vielen Jahren produziert der rechtsextreme und der neurechten Szene zuzusortierende Publizist JĂŒrgen ElsĂ€sser in Waldheim das vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestufte Magazin „Compact“. In diesem ruft er beispielsweise fĂŒr eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin mit einem Q (als Verweis auf QAnon) auf und bedient sich immer wieder antisemitischer Stereotype. Er selbst beschreibt sein Magazin und die Verbindung in die rechte Szene wie folgt: „Alle zusammen in großer Einheit: Pegida, IB, AfD, Ein Prozent, Compact! FĂŒnf Finger, alle kann man einzeln brechen, aber alle zusammen sind eine Faust!“ Zu Gast war ElsĂ€sser unter anderem auch bei einem Stammtisch der AfD am 21. April 2022 im HansacafĂ© Falkensee.

Weitere Schlagzeilen machte die Stadt im April 2022, als fĂŒnf Personen wegen der mutmaßlichen GrĂŒndung einer terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit einer geplanten EntfĂŒhrung des Gesundheitsministers Karl Lauterbach verhaftet wurden. Einer der Verhafteten, der wohl zum „operativen, militĂ€rischen Zweig“ der Gruppe gehört, kommt aus Falkensee. Verschiedene Medien formulieren seitdem, dass sich Falkensee aktuell als NĂ€hrboden und Treffpunkt von rechtsextremen, antisemitischen und demokratiefeindlichen Strukturen etabliert. Die Anmietung der Stadthalle fĂŒr eine Veranstaltung des QAnon-Ideologen Mack ist dabei nun ein nĂ€chster Schritt. Die Veranstaltung wird zwar als bunte Party unter dem Motto „Meet and Greet mit MĂ€ckle macht gute Laune. Feiern bis der Arzt kommt“ beworben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich dort die radikale Szene bundesweit vernetzt und Besuchende u.a. aus Falkensee gezielt in die Szene eingefĂŒhrt werden und sich dort radikalisieren. Bis zu 1.200 Personen sollen daran teilnehmen, MinderjĂ€hrige sind sogar vom Eintritt befreit. Die Veranstalterin Frau Stumpenhusen ist Mitorganisatorin der in Falkensee stattfindenden Montagsdemonstrationen, die sich lange gegen die Corona-Maßnahmen und aktuell stĂ€rker gegen die gestiegenen Energiepreise ausspricht. In deren Telegram Gruppen werden ebenso immer wieder antisemitische Inhalte aufgegriffen und geteilt.

Das Jugendforum fordert den BĂŒrgermeister der Stadt Falkensee Heiko MĂŒller auf, den Anmietungsvertrag mit Frau Stumpenhusen aufzulösen. Von der Veranstaltung geht eine massive RufschĂ€digung fĂŒr die Stadt und die Stadtgesellschaft aus. Bisher haben unter anderem „Die Zeit“, „Tagesspiegel“, „FAZ“, „RTL“, „SĂŒddeutsche Zeitung“, „stern“, „taz“ und „rbb" berichtet. Der Vertrag sieht nach Quellen des Tagesspiegel vor, dass von der Veranstaltung „keine Störung der öffentlichen Ordnung oder eine SchĂ€digung des Ansehens der Vermieterin zu befĂŒrchten ist“. Unter Bezug auf diese Klausel ist es jetzt noch möglich, weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden und ein verspĂ€tetes Zeichen gegen demokratiefeindliche und antisemitische Hetze zu setzen. Als Jugendforum des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, in dem die Stadt Falkensee seit 2015 Projektpartner ist, betrachten wir die Entwicklungen mit großer Sorge und sind bestĂŒrzt von den Äußerungen des BĂŒrgermeisters rund um den geplanten Auftritt von Friedemann Mack in Falkensee. Die Verbindungen zum Nationalsozialismus und der MeinungseinschrĂ€nkung in der DDR, die die Stadt in einer Stellungnahme an das BĂŒndnis gegen Rechts zieht, verbieten sich an dieser Stelle. Damit verschließt man die Augen vor der Pflicht, sich allen demokratie- und menschenfeindlichen Positionen entgegenzustellen und Haltung zu zeigen. Das Bundesprogramm ist eine zentrale SĂ€ule der Strategie der Bundesregierung zur ExtremismusprĂ€vention und Demokratieförderung und verfolgt die drei zentralen Handlungsfelder: Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.

Als Jugendforum sehen wir uns deshalb in der Pflicht, auf die VersĂ€umnisse der Stadtverwaltung hinzuweisen und sie zum Handeln aufzufordern. Falkensee darf nicht zum neuen Hotspot fĂŒr ReichsbĂŒrger*innen, Rechtsextremist*innen, Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen werden. DafĂŒr mĂŒssen nun politisch deutliche Zeichen gesetzt werden und kĂŒnftige Veranstaltungen, wie der erneute Auftritt von Daniele Ganser im Herbst 2023 abgesagt werden. Wir treten fĂŒr eine offene, vielfĂ€ltige und respektvolle Welt ein und beziehen deutlich Stellung gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und staatsdeligitimierende und geschichtsreversible Äußerungen. Unsere Toleranz endet da, wo die Toleranz gegenĂŒber unseren Mitmenschen aufhört!

FĂŒr den Tag der Veranstaltung, also Samsatg, den 18. Februar, ruft das BĂŒndnis gegen Rechts gemeinsam mit dem AktionsbĂŒndnis Brandenburg zu einer Kundgebung ab 17:30 Uhr vor der Stadthalle auf. Alle wichtigen Infos findet ihr auch in unserem Veranstaltungskalender. Auf seiner Website Ă€ußert sich das BĂŒndnis gegen Rechts auch nochmal deutlich zu den HintergrĂŒnden.

Weitere Infos zum Thema Antisemitismus findest bei der Amadeu Antonio Stiftung.

Sollte der Bürgermeister der Stadt Falkensee, Heiko Müller, den Anmietungsvertrag zum Auftritt von Friedemann Mack in Falkensee auflösen?

Werbung fĂŒr ein Jugendfestival

© Jugendforum Falkensee/Louis Ripp

Veröffentlicht am 12. Dezember 2022:

Als Teil des Veranstaltungsadventskalenders findet am Samstag, den 17.12.2022 ab 15 Uhr die dritte Jugendkonferenz des Jahres im Raum des Jugendforums „Der Schuppen“ statt. Traditionell gibt es zum einen wieder kostenlose Pizza und zum anderen werden die anwesenden Jugendlichen auf dieser Jugendkonferenz das neue Jugendkomitee wĂ€hlen – die maximal 15 Mitglieder des Komitees sind berechtigt, ĂŒber die Ausgabe der 15.000€ Fördermittel zu entscheiden, die dem Jugendforum jĂ€hrlich im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zur VerfĂŒgung stehen. Alle Jugendlichen bis zu einem Alter von 27 können sich auf der Jugendkonferenz aufstellen und in das Komitee wĂ€hlen lassen.

Eingerahmt von einem lockeren Programm mit viel quatschen, kickern oder Punsch soll die Jugendkonferenz der Startschuss zu etwas Großem sein: Im nĂ€chsten Jahr möchte das Jugendforum anlĂ€sslich des 100-jĂ€hrigen Bestehens der Gartenstadt ein großes Festival organisieren – wie immer von und fĂŒr Jugendliche. Die Planungen dazu beginnen auf der Konferenz, daher wendet sich das Jugendforum mit folgendem Text an alle Jugendlichen aus Falkensee und Umgebung:

„Alle paar Monate gibt es in Falkensee eine Jugendkonferenz - eine echt angenehme, lockere Runde in der sich alle Jugendlichen in Falkensee austauschen können. Manchmal gibt es ein Thema, manchmal nicht. Dieses Mal lautet das Thema: „Ein Festival in Falkensee?“

Ja, Du hast richtig gehört! Die Stadt Falkensee und das Jugendforum haben sich zusammengetan um im nÀchsten Jahr ein Festival zu ermöglichen.

Wenn Du dich jetzt fragst: Okay, welche Acts spielen da? Was kann man da sonst machen? Was kosten die Tickets? Dann tut es uns leid. Diese Fragen können wir noch nicht beantworten. Aber du kannst es! Denn auf der nĂ€chsten Jugendkonferenz am 17.12. um 15 Uhr im Schuppen/Haus am Anger reden wir drĂŒber und ihr könnt euch einbringen. Unser Motto fĂŒr den Tag: Groß denken, keine Denkverbote. Einfach alle Ideen aufschreiben und was Geiles draus machen.“

Eine Zeichnung des Schuppens in einer Winterlandschaft mit einem Fuchs im Vordergrund und einer Person die aus der hell erleuchteten TĂŒr tritt.

© Josefine von Fircks

Veröffentlicht am 23. November 2022:

Veranstaltungs-Adventskalender feiert Comeback

Der Dezember steht vor der TĂŒr und damit auch die Weihnachtszeit. Passend zum Advent organisiert das Jugendforum Falkensee erneut einen Veranstaltungs-Adventskalender. Dieser ist Ă€hnlich wie ein klassischer Adventskalender aufgebaut. Doch statt Schokolade bietet das Jugendforum fĂŒr jeden Tag im Dezember eine andere Veranstaltung an. Nachdem der Veranstaltungs-Adventskalender in den letzten zwei Jahren ausfallen oder nur stark gekĂŒrzt stattfinden konnte, wird dieses Jahr ein vollumfĂ€ngliches Angebot prĂ€sentiert. Zum ersten Mal stattgefunden hat der Adventskalender des Jugendforum im Jahr 2018.

Der Auftakt zur Veranstaltungsserie macht ein gemeinsames Dekorieren des Schuppens, dem Raum des Jugendforums, am ersten Dezember um 17 Uhr. Nachfolgende Veranstaltungen sind Spiele- und Filmabende, gemeinsames Backen, eine Kleidertauschparty, ein Pubquiz-Abend sowie die Feier der persischen Yalda-Nacht zur Wintersonnenwende. Hinzu kommen zahlreiche Workshops zu Themen wie Erste-Hilfe, Europa, NS-Zwangslager oder ein Zeichenworkshop.

Weiter Veranstaltungen und Infos sind auf der Website des Jugendforums unter https://jugendforum-fks.de/veranstaltungen/adventskalender zu finden. Wir bitten alle Teilnehmenden die vor Ort geltenden Hygienemaßnahmen zu berĂŒcksichtigen. Zudem weisen wir darauf hin, dass das Jugendforum keine Diskriminierung, Rassismus oder Sexismus duldet, sondern einen Raum fĂŒr alle Menschen unabhĂ€ngig ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder IdentitĂ€t schaffen möchte.

© Jugendforum Falkensee/Marius Miethig

Veröffentlicht am 20. Oktober 2022:

Wechsel der Koordination des Jugendforums innerhalb der Partnerschaft

Kurz nach dem Start der Partnerschaft fĂŒr Demokratie (PfD) in Falkensee im Jahre 2015 wurde ein Minijob fĂŒr die Jugendkoordination innerhalb der PfD geschaffen. Mit 10 Wochenstunden startete Luzie Gehrmann in die neue Aufgabe, die sich schnell als Erfolgsmodell entpuppte. Es macht einfach einen großen Unterschied, ob Erwachsene mit Jugendlichen diskutieren oder ob Jugendliche unter sich diskutieren und fĂŒr sich "alleine" merken, wie wirksam sie sind. Seit 2018 bekleidete Lennart Meyer die Aufgabe. Inhaltlich gab es stete und enge Absprachen zwischen der Jugendkoordination in der PfD und der Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) der PfD. Ideen, große und kleine TrĂ€ume, Förderschwerpunkte und auch welches Material fĂŒr das Jugendforum fĂŒr die Arbeit benötigt wird, wurde vorbesprochen, bevor das Jugendforum dann alleine in ihren Meetings ĂŒber die konkreten Inhalte und Details diskutierte und abstimmte. Sehr wichtig dabei war es, Raum fĂŒr Fantastereien und auch mögliches Scheitern zu lassen und dabei RĂŒckendeckung zu geben. Die Arbeit, gerade der letzten vier Jahre, spricht fĂŒr sich. Das Jugendforum zeigte immer wieder aufs Neue, wie intensiv, eigeninitiativ und verantwortungsvoll sie mit der Möglichkeit "Beteiligung" von Jugendlichen in Falkensee zu gestalten, umging und sie sind auf vielen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken.

Zum 01.10.2022 wurde offiziell ein Wechsel in der Jugendkoordination der PfD vollzogen. Nach Lennart Meyer treten nun - mit je 5 Wochenstunden - Charlotte Lang und Marius Miethig die Aufgabe an.

Nun haben wir Lennart aus seiner Rolle bei der PfD verabschiedet und ihm fĂŒr seine bisherige ĂŒberragende Arbeit gedankt - seit 2016 ist er im Jugendforum aktiv und seit 2018 hatte er die Stelle inne. Gemeinsam schenkten wir ihm als Dank ein JuFo-Shirt, zwei JuFo-Puzzle und einen Kasten Disco-Limo.