
© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Veröffentlicht am 21. August 2020:
Jugendforum erhält Ehrenamtskarte
Jugendliche vom Land für Engagement ausgezeichnet
Auf der am Donnerstag stattfindenden Jugendkonferenz werden sieben aktive Jugendliche aus dem Jugendforum mit der Ehrenamtskarte des Landes Brandenburg ausgezeichnet. Anaïs von Fircks, Antonia Teuchert, Josefine von Fircks, Louis Ripp, Marius Miethig, Mohammedreza Rafati und Toni Kissing haben sich im letzten Jahr mehr als zweihundert Stunden ehrenamtlich im Jugendforum engagiert und erhalten als Auszeichnung und Würdigung dafür die Ehrenamtskarte, die Ihnen verschiedene Vergünstigungen bei über 250 Partnern in Berlin und Brandenburg gewährt. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für euer Engagement.

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Veröffentlicht am 6. June 2020:
Black Lives Matter
Alleine in Berlin waren am Samstag mehr als 15.000 Menschen beim Silent Protest am Alexanderplatz mit dabei, bundesweit kamen weit mehr als 50.000 Menschen bei Demonstrationen zusammen. Anlass war der gewaltsame Tod des schwarzen US-Amerikaners #GeorgeFloyd durch Polizeibeamte. Infolge dessen sind in den USA und auf der gesamten Welt in den letzten Tagen und Wochen hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus und rassistische Polizeigewalt zu demonstrieren. Denn diese ist gerade in den USA noch immer tief im System verankert. Allein im letzten Jahr sind mehr als 260 Schwarze in den USA durch die Polizei getötet worden. Häufig haben diese tödlichen Angriffe einen rassistischen Hintergrund, und meist werden die Fälle nicht weiter verfolgt. Viele Schwarze leben in der ständigen Angst bei Polizeikontrollen getötet oder schwer verletzt zu werden.
Doch auch in Deutschland gibt es Fälle rassistische Polizeigewalt, die häufig als Einzelfälle und Ausnahmen heruntergespielt werden. Der Asylbewerber Oury Jalloh ist 2005 in Polizeigewahrsam verbrannt, 2018 verbrannte auch der Kurde Ahmad Amad in einer Polizeizelle. 2001 und 2005 verstarben Achidi Jon und Laye-Alama Condé nach der Verabreichung von Brechmitteln. 2016 starb Hussam Fadl durch Polizeischüsse, nachdem Fadl nach einem Streit auf einen Polizeiwagen zugerannt war. 2018 wurde Matiullah J. durch 12 Schüsse der Polizei getötet, nachdem er randaliert und Steine geworfen hatte. Die Liste dieser Fälle lässt sich noch um einige Namen erweitern und ist auch nicht vollständig bestätigt. Der Vorwurf des Rassismus wird meist bestritten und beschuldigten Polizisten wird vor Gericht häufig Recht gegeben.
Über diese Fälle von rassistischer Polizeigewalt hinaus, zieht sich das Problem jedoch noch viel tiefer in unserer Gesellschaft. Es beginnt damit, dass People of color häufig nach ihrer Herkunft gefragt werden und es vielen Menschen schwerfällt, sie als Deutsche zu akzeptieren und geht weiter bis zu Benachteiligungen im Bildungssystem und bei der Jobsuche. Rassistische Anschläge und rechte Terrornetzwerke kommen zu diesem Alltagsrassismus noch hinzu. Der NSU, „Hannibals Schattennetzwerk“, der Mord an Walter Lübcke oder der Anschlag von Hanau liefern ein Bild davon, dass es Teile in unserer Gesellschaft und Parallelstrukturen gibt, die in ihrem Denken und Handeln durch und durch rassistisch ausgelegt und motiviert sind.
Gegen all diese Fälle, den Alltagsrassismus und die rassistischen Ansichten von Nazis, Rechten, aber auch von Politiker*innen aus den rechten Lagern sind wir heute auf die Straße gegangen, um klar zu machen: Hört den Betroffenen zu und arbeitet mit ihnen an Lösungen, um unsere Gesellschaft vom Rassismus zu befreien. Dieser Aufruf gilt unseren Politiker*innen. Es muss jetzt endlich konsequent gehandelt werden.

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Veröffentlicht am 28. May 2020:
Danke, Manuela!
Das Land Brandenburg hat eine neue Landesgleichstellungsbeauftragte. Manuela Dörnenburg verlässt nach zehn Jahren die Stadtverwaltung und das Büro für Vielfalt und wechselt in die Verwaltung des Landes. Die letzten fünf Jahre hat Manuela auch die Entwicklung des Jugendforums begleitet, stand uns bei Fragen und Problemen zur Seite und hat uns in sehr vielen Angelegenheiten unterstützt.
Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ohne diese Unterstützung würden wir heute nicht hier stehen. Für die weitere Arbeit zur Gleichstellung auf Landesebene wünschen wir viel Erfolg und freuen uns von neuen Projekten zu hören.
Gleichzeitig möchten wir Frau Juliane Wutta-Lutzmann herzlich zur Benennung zur neuen Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten der Stadt Falkensee gratulieren und ihr für die künftige Arbeit alles Gute zu wünschen.

© Jugendforum Falkensee/Lennart Meyer
Veröffentlicht am 28. May 2020:
Leave no one behind
Demonstration zur Aufnahme von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen
Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts, der Initiative Willkommen in Falkensee, den Grünen, der LINKEN, dem Senioren-Beirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Jugendbeirat, der Partei DIE PARTEI und der Kirche für Asyl haben wir am Mittwoch mit einer Kundgebung vor der Stadtverordnetenversammlung bei den Stadtverordneten dafür geworben sich dafür einzusetzen, dass Falkensee die vulnerabelsten unter den Geflüchteten auch in Falkensee willkommen heißt.
Es war ein gutes Zeichen, dass fraktionsübergreifend der Beschluss gefasst wurde, als Stadt, für die Aufnahme von geflüchteten Menschen, Bereitschaft zu signalisieren.
Danke für Ihre Haltung! Chapeau! Das ist ein Sieg der Menschlichkeit gegen die zunehmende Ausgrenzung in der Gesellschaft.